10 Jahre Podo e.V.

Was in einem Landkreis in Äthiopien begann, ist groß geworden. In 41 Landkreisen von West- Oromia sind 283 Podo-Selbsthilfegruppen entstanden, woran fast 20.000 Frauen und Männer teilgenommen haben. Viele Schüler*innen (60.000) wurden über diese Krankheit informiert und trugen das Gelernte in ihre Familien. Die vernachlässigste aller Krankheiten ist mancherorts bekannt geworden.

Hinter den Zahlen verbergen sich Einzelschicksale von Krankheit und Behinderung, von Ausgrenzung und Depression. Wer diese Krankheit bekommt, ist arm und wird in der Regel ärmer – das schien ein Gesetz zu sein. Das Engagement von Podo e.V. hat in diese Perspektivlosigkeit Hoffnung gebracht. Menschen am Rande der Gesellschaft fanden wieder einen Platz in ihr; sie können sich versorgen und sind seltener auf Unterstützung angewiesen.

Wie die Fotos zeigen, gehören viele von Podo betroffene Menschen zu den Älteren und Alten, denen wenig Beachtung im Gesundheitsystem zuteil wird.  Wir konnten ihnen etwas zurückgeben, denn sie sind es, die auf den Feldern gearbeitet haben, um die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen.