Abschluss des Podo-Projektes in Ijaji

Abschluss des Podo-Projektes in Ijaji

Ein schneller Start
Das Podo-Projekt mit Sitz in Ijaji – 220 km westlich von Addis Ababa – begann am 18. September 2012. An diesem Tag trafen sich Vertreter der staatlichen Gesundheitsbehörden zweier Landkreise mit Vertretern der Landeskirche und Christel Ahrens von Podo e.V. Der Film über die Podokoniosearbeit in Tshallia machte Eindruck und weckte den Wunsch nach einer eigenen Podo-Arbeit in Ijaji und Umgebung, wo ebenfalls  viele Menschen von dieser Krankheit betroffen sind. Um das Ausmaß festzustellen, registrierten die Dorfgesundheitshelferinnen sämtliche Menschen mit dicken Füssen.  Einen Monat später begann die 1. Podo-Selbsthilfegruppe.


Die Mitarbeiter*innen vor Ort
Innerhalb der nächsten 2 Jahre wurden 1.247 Menschen orientiert und in Eigenbehandlung angeleitet. Qes Doktore, ein selbst von Podo betroffener Pastor,  wurde durch seinen unermüdlichen Einsatz zur Schlüsselperson. Drei Frauen produzierten die medizinische Seifen und Öle. Getu begann orthodpädische Schuhe anzufertigen. Qes Mekonnen, der Präsident der Landeskirche, unterstütze die Arbeit nach Kräften und ein eigenes Konto für die Finanzen wurde eingerichtet. Nachdem Jale als medizinische Fachfrau die Arbeit verstärkte, konnte die Arbeit in den folgenden vier Jahren kontinuierlich ausgeweitet werden.

Und das wurde erreicht:

  • 43 Podo Selbsthilfegruppen in 5 Landkreisen orientierten 2,814 Menschen (60% Frauen).
  • 8.358 Schüler*innen wurden über Podo informiert, ein wichtger Beitrag zur Prävention und Destigmatisierung.
  • Podo-Selbsthilfegruppenmitglieder haben nachhaltig ihr Fußpflegeverhalten verbessert.
  • 90% sagen, ihre Füße sind heute „gesünder“  als vor 5 Jahren im Vergleich zu 15% derer, die keine Selbsthilfegruppe besuchten.
  • Lokal wurden Verdienstmöglichkeiten für elf Personen geschaffen – ein Beitrag zur Verringerung des Migrationsdruckes.