Abschlussbericht "Tschallia" Teil 3

Abschlussbericht „Tschallia“ Teil 3

Teil 3: Prävention in Form von  Schulunterricht

Heute folgt der letzte Teil des Abschlussberichtes über das Podo-Zentrum Tschallia. Den ersten und zweiten Teil finden Sie hier und hier.

3) Prävention in Form von  SchulunterrichtTsegaye 1

Um im 3. Projektjahr des Podo-Zentrums Tschallia die Maßnahmen der Prävention weiter zu stärken, wurde der Lehrer Tsegaye Teshager als „Podo-Erzieher“ eingestellt. Mit ihm sollten nun Schulkinder erreicht werden, damit schon in jungen Jahren auf die Ursache von Podokoniose hingewiesen werden kann.

Tsegaye Tshager gab an Schulen und während unterschiedlichen Versammlungen „Podo-Unterricht“ und verteilte mehrere tausend Aufklärungsposter (siehe Blogeintrag zur Poster-Aktion). (Link einfügen) Des Weiteren entwarf er Mitteilungen über Podokoniose für das lokale Radio.

Innerhalb von 6 Monaten (Dezember 2012 bis Mai 2013) wurden mehr als 15.000 Schüler und 450 Lehrer in 30 Schulen über Podokoniose, die Ursache, die Behandlung und die Prävention unterrichtet.

Diese Art von Aufklärungsarbeit in der äthiopischen Bevölkerung hat zum Ziel, gründliches Füße Waschen, d.h. die Prävention von Podokoniose bereits im Kindesalter in der Gesellschaft zu etablieren. Selbst, wenn bei Kindern bis zum Alter von 15 Jahren noch keine Podokoniose-Symptomik zu bemerken ist.

 

Fazit:

Bei all der Podo-Aktivität sollte nie vergessen werden, dass die Infrastruktur in Äthiopien nicht gut ausgebaut ist und man für kurze Strecken zum Teil viele Stunden Fahrt auf sich nehmen muss. Die Kosten gehen nicht nur auf Zeit und Nerven, sondern auch in die einigermaßen guten Verkehrsmittel, motivierten Mitarbeiter_innen und Helfer_innen.

Umso erfreulicher und motivierender ist es, dass es möglich war in den letzten drei Jahren 3.000 Betroffene behandeln und 15.000 Schüler unterrichten zu können! Innerhalb dieses Zeitraumes konnten viele neue Strategien entworfen und ausprobiert werden und die Maßnahmen der Behandlung auf die ebenso wichtigen Maßnahmen der Prävention ausgeweitet werden.

Diese Arbeit wäre ohne eine beständig weiterentwickelte Organisation und Planung nicht möglich gewesen. Es zeigte sich sehr deutlich, dass es beim Kampf gegen Podokoniose sehr wichtig ist, eine Anlaufstelle für die betroffenen Leute zu haben, einen Partner vor Ort und zudem die Möglichkeit der Supervision durch Podo-Koordinator_innen.