Das Chanka Projekt - Ein Update

Das Chanka Projekt – Ein Update

Fünf Jahre sind vergangen, seit das Podo-Zentrum in Chanka seinen Lauf nahm.
2017 liegt der Fokus auf Chanka und die unmittelbare Umgebung. Hier ist die Personalunion von Obbo Etana als Podo-Mitarbeiter und zugleich Verwalter von 21 Gemeinden der West Wollega Bethel Synode ein Glücksfall. Mit dieser Integration wird die Hoffnung auf Nachhaltigkeit verbunden.

Am Anfang stand das Telefonat von Siegfried Menthel: „Stimmt es, daß Ihr in Tschallia Menschen mit diesen dicken Füßen erfolgreich behandelt?“ Er und andere aus dem Chanka-Kreis in Berlin hatten bei ihrem Besuch in Äthiopien davon gehört. Sie stellten den Kontakt ihrer Partnergemeinde in Chanka mit der Podoarbeit in Tschallia her und sie erbrachten auch die Finanzen.

Im Februar 2012 traf sich dann die 1. Podo Selbsthilfegruppe in Chanka. Zwei Jahre später waren 276 Menschen mindestens einmal bei einem Podo-Treffen gewesen, vorwiegend Frauen (77%). Regelmäßige Teilnahme an der Selbsthilfegruppe wurde durch Besserung der Füße belohnt, davon zeugte eine Evaluierung. Die Betroffenen wussten auch über Ursachen und Behandlung Bescheid, während in medizinischen Kreisen die Krankheit noch weitgehend unbekannt ist.

Dann folgte 2014 die Phase der Erweiterung auf 19 Orte in 6 Landkreisen. Eine neue Gruppe wurde nur auf Einladung hin begonnen. Außerdem musste der Ort erreichbar sein. Manche Gruppen hatten bis zu 183 TeilnehmernInnen – zu viele. Im vergangenen Jahr wurde die Gruppengröße auf maximal 70 Personen festgelegt, damit man jedem und jeder Einzelnen gerecht werden könnte.

Das Fazit: Es wurden 2534 Menschen mit Podo durch 26 Selbsthilfegruppen erreicht, davon 68% Frauen. Medizinische Öle und Seifen werden in Chanka produziert. Diese komplexe Arbeit wurde von Obbo Etana organisiert und durchgeführt sowie finanziell abgewickelt. Jale, eine Krankenschwester, und Wagari, ein Sonderpädagoge, unterstützen ihn seit drei Jahren. Sie unterrichteten an 19 Schulen und informierten 13,653 Schüler und Schülerinnen über Podokoniose. Durch Evaluierungen konnte auf Lücken in der Arbeit reagiert, sowie die Kommentare der Betroffenen einbezogen werden.