Interview mit einem Vereinsmitglied

Interview mit einem Vereinsmitglied

Conrad Neubert ist seit 2014 Mitglied bei Podo e.V. Hier erfahren Sie, was ihn dazu bewegt, sich für Podo zu engagieren.

Conrad, warum bist du bei Podo e.V. eingetreten?

Es gibt einen Haufen Unrecht und Leid in der Welt, von der allgegenwärtigen Gefährdung der Umwelt ganz zu schweigen. Um einem reinen Gewissen auch nur nahe zu kommen, habe ich das Gefühl, ich müsste eigentlich jede wache Minute diesen Problemen widmen. Das scheitert aber einerseits immer daran, dass ich dazu gar nicht fähig bin, und andererseits daran, dass ich nur selten weiß, wie man überhaupt helfen kann. Was kann man tun und was scheint nur wie eine gute Tat? Was sind die Auswirkungen von Hungerhilfe oder von Kleiderspenden, wen unterstützt man wirklich mit diesem oder jenem Projekt, werden die einheimischen Menschen in ihrem Recht auf ihr Land beschnitten, wenn Naturschutz in anderen Ländern von außen durchgesetzt wird?
Und selbst in Deutschland sind solche Fragen so schwer zu beantworten: Wer oder welche Partei interpretiert soziale, wirtschaftliche und ökologische Probleme richtig? Wem dient diese oder jene politische, soziale oder ökologische Sache? Wem hilft man wirklich, wenn man sie unterstützt? Und immer und überall ist die wichtigste Frage: Hat das eigene Engagement denn überhaupt irgendeinen Vorteil für die, für die ich mich einsetzen will?

Conrad probiert den Fühlparcours vom Podo-Aktionsstand aus.

Conrad probiert den Fühlparcours vom Podo-Aktionsstand aus.

Einen Ausweg aus der Unübersichtlichkeit all der Möglichkeiten, sich zu engagieren, bot mir der Podo e.V. Hier ist sehr übersichtlich erkennbar, was der Verein anstrebt, was er dafür tut, und was er erreicht. Die persönlichen Kontakte der Vereinsmitglieder mit den Mitarbeitern und den Podokoniosekranken in Äthiopien stellen das sicher. Ich kann mir hier sicher sein, dass mein Engagement eine Wirkung hat; ich kann mir sicher sein, dass genau die davon profitieren, für die es gedacht ist; ich kann mir sicher sein, dass der Verein direkte Rückmeldungen bekommt, wenn es Auswirkungen unserer Arbeit in Äthiopien gibt, die wir nicht beabsichtigt haben. Darum, wegen seiner klaren Ziele und einfachen Mittel ist der Podo e.V. für mich ideal, um mich hier zu engagieren.

Wie hast du Deine erste Mitgliederversammlung wahrgenommen?

Ich fand die Arbeit produktiv und sachlich. Ich kann mich in allen getroffenen Entscheidungen wiederfinden und glaube, dass sie die Arbeit des Vereins fördern werden.

Was wünschst du dir für die Zukunft im Verein?

Mehr Mitarbeiter in Äthiopien. Und dass möglichst enge Kontakte mit denen in Äthiopien fortgesetzt werden, die von unserem Verein profitieren. Dass der Verein weiter so erfolgreich in Äthiopien arbeitet wie bisher.