Missionsfest

Missionsfest

Am 03.11. haben wir in der Gemeinde Derental (Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder) Missionsfest gefeiert.

Seit 2010 unterstützt der Kirchenkreis das Podo-Zentrum Tschallia. Mit der Kleinstadt Tschallia im Westen Äthiopiens pflegen sie seit vielen Jahren eine Partnerschaft. Vor allem das Gehalt der Podo-Koordinatorin Schwester Bogalech und die Fahrtkosten zu den Selbsthilfegruppen im Umkreis Tschallias wurden von den vielen Unterstützer_innen aus Holzminden-Bodenwerder getragen. Ohne sie hätte nicht einmal ein Bruchteil der 3.000 Betroffenen erreicht werden können.IMG_0817_komp

Mittlerweile ist das Projekt in Tschallia zu einem Abschluss gekommen. Fast alle an Podokoniose Erkrankten haben wieder viel gesündere Füße, gute Schuhe und vor allem das Wissen, wie sie und ihre Mitmenschen sich vor Podokoniose schützen bzw. die Krankheit behandeln können.

Einige wenige Patient_innen aber leiden noch bis heute an solch schweren Entzündungen und äußerst dicken Schwellungen, dass für sie ein weiteres Projektjahr angeschlossen wird. Meist gehören diese Betroffenen zu den Ärmsten der Armen. Die Menschen aus dem Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder machen sich auch für die Unterstützung der Projektkoordinatorin und der Patient_innen für 2014 stark.

Podo e.V. hatte Gelegenheit im Anschluss an den Missionstagsgottesdienst mit den Gemeindegliedern in der großen Runde und persönlich über Tschallia und das Podo-Projekt ins Gespräch zu kommen.

Auch der Fühlparcours war wieder Anlaufpunkt für mutige Füße! Pastorin Pfannschmidt, die den Gottesdienst leitete, fasste ein Grundproblem der von Podo Betroffenen treffend zusammen: „Natürlich ist es schwer diese Krankheit zu behandeln, auch wenn es ’nur‘ ums tägliche Füße Waschen geht. Es ist immer leichter einfach eine Pille gegen eine Krankheit zu schlucken – aber diese Leute müssen lernen ihr Verhalten zu ändern.“

120 Menschen kamen am Sonntag, den 03.11. zum Missionsfest zusammen. So vielen Menschen auf einmal von Podokoniose berichten zu können, ist immer noch etwas ganz Besonderes: Denn noch wissen nur sehr wenige, was es mit jener Fußkrankheit auf sich hat. Nur über Aufklärung können wir dazu beitragen, dass Podokoniose nicht länger zu den am meisten vernachlässigten Krankheiten der Welt gehört.

Ein Artikel aus einer Lokalzeitung zum Missionsfest:

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