Odyssee mit gutem Ausgang

Odyssee mit gutem Ausgang

Christel Ahrens, die Podo-Koordinatorin, machte gemeinsam mit Besucherinnen aus Rotenburg 2010 einen Besuch in der Klinik in Debasso, 70 km abseits der Asphaltstraße und südlich von Gimbi. Dort begegneten sie der Klinikmitarbeiterin Tilaye Jirata.

Tilaye erzählte von ihrer Podoerkrankung. Nach der Geburt ihres ersten Kindes, bemerkte sie die Schwellungen an ihren Füßen sowie Schmerzen und  Jucken derselben. Sie war verzweifelt und wurde mit Antibiotika, Schmerzmitteln und Entwässerungstabletten behandelt. Die Behandlungserfolge waren jedoch nicht von Dauer.

Eines Tages hörte sie im Radio von Behandlungen in Südäthiopien. Sie nahm den Bus und fuhr nach Soddo. Von dort wurde sie in eine andere Stadt überwiesen und bekam erneut Antibiotika. Die Kosten für die 1500 km weite Reise, für Unterkunft und Verpflegung betrugen mehr als ein Monatsgehalt. Leider ging es ihr immer noch nicht besser.

2009 erfuhr sie vom Klinikleiter in Debasso, dass sie ihre Füße penibel sauber halten muss und immer geschlossene Schuhe zu tragen hat. Sie folgte den Anweisungen und bekam Seife und Öle. Endlich wurde es besser mit ihren Füßen.