Pilotprojekt Tschallia

Pilotprojekt Tschallia

Das Podo-Zentrum in Tschallia war das Pilotprojekt, mit dem Christel Ahrens 2009 die Initiative gegen Podokoniose ergriff. „Damals“ war Tschallia noch ein Dorf, heute ist die Kleinstadt Vorbild für den Aufbau neuer Podo-Zentren in anderen Landkreisen Äthiopiens. Schließlich warten immer noch Hunderttausende darauf, dass die Selbsthilfegruppen auch in ihren Dörfern gestartet werden.

„In Tschallia haben gemeindegestützte Gesundheitsdienste Tradition und viele Menschen engagieren sich“, berichtet Christel Ahrens. „Früher war ein von Podo betroffener Mensch dazu verurteilt, zuzusehen, wie sich sein Gesundheitszustand permanent verschlechtert. Diese Negativspirale ist jetzt durchbrochen. Die Menschen erleben, dass sich ihr Zustand durch ihre eigenen Anstrengungen verbessert. Diese gute Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Menschen kommen bis zu 150 km weit, um Hilfe zu erfahren.“

Ab sofort können Sie sich ausführlich über den Aufbau und die Entwicklung dieses Podo-Zentrums auf unserer Projektseite informieren.

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Christel Ahrens bei der Schuhverteilung

„Von allen Wundern, die ich gesehen habe, ist das Gesund- werden der Menschen mit den dicken Füßen das größte“, sagte eine Frau, die nach zwei Jahren wieder beschwerdefrei und mit einem Paar guter Lederschuhe ausgestattet lau- fen konnte.

Im März 2012 wurden Hausbe- suche bei Mitgliedern der Podo-Selbsthilfegruppen um Tschallia durchgeführt, um den Fortschritt im Umgang mit der Krankheit zu erfassen. Die Umfrage ergab, dass Ursache und Behandlung von Podokoniose nun weitgehend bekannt sind. Die Betroffenen verfügen über die Materialien, die zu einer Selbstbehandlung notwendig sind und sagten aus, dass die Einstellung der nicht erkrankten Dorfbewohner sich ihnen gegenüber verbessert habe. Fast alle Mitglieder besitzen mindestens ein Paar intakte Schuhe.