Erste Planungen für 2013

Erste Planungen für 2013

Ende letzten Jahres folgten über 70 Menschen aus vielen verschiedenen Dörfern der Einladung Bogalech Terfasas. Sie kamen für ein gemeinsames Treffen in die Podo-Zentrale nach Tschallia. Neben den zahlreichen Freiwilligen, die zum Teil auch selbst von Podo betroffen sind, waren auch hochrangige Gemeindevertreter, Bürgermeister und Diakone aus den Gemeinden anwesend.

Dort stellte Christel Ahrens, die Projektkoordinatorin des Podo e.V., die Ergebnisse einer großen Befragung von Podokoniose-Betroffenen vor, die von März bis Mai 2012 durchgeführt wurde.

CIMG2045

Im Mittelpunkt des Treffen stand dann die Zukunftsplanung derjenigen Dörfer, bei denen die regelmäßige Betreuung durch Bogalech Terfasa nun bald auslaufen wird. Es wurde in verschiedenen Arbeitsgruppen und in der großen Gruppe über verschiedene Wege diskutiert, wie man das selbstständige Fortbestehen der Podo-Selbsthilfegruppen organisieren könnte.

Es wurden Strategien diskutiert, wie die Allgemeinbevölkerung über Podokoniose aufgeklärt werden kann. Beispielsweise wird eine große Poster-Aktion gestartet, bei der Plakate in Schulen aufgehangen werden. Diese wurden von Marlene Thielecke (Vereinsmitglied) und Martin Burkert (Student in Berlin) gestaltet.

Tsegaye Teshager (Lehrer in Gimbi, Äthiopien) wird in den kommenden Monaten eine Schulintervention leiten. Beide Maßnahmen verfolgen das Ziel, die noch vorherrschende Stigmatisierung und Diskriminierung von Podokoniose-Betroffenen durch die Gemeinschaft zu verringern.

Das Treffen war äußerst lebhaft und die Diskussionen wurden engagiert geführt. Es wird spannend, zu sehen, wie die einzelnen Dörfer zukünftig die Podo-Selbsthilfegruppen eigenverantwortlich weiterführen werden.